Fotochallenge #BessereFamilienfotos Teil 1 LICHT

Heute beginne ich meine Blogserie über #BessereFamilienfotos. In den nächsten vier Wochen veröffentliche ich immer dienstags einen Blogbeitrag zum Thema Fotografie. Dabei möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr eure Fotos verbessern könnt. Dabei geht es gar nicht um die Kamera-Einstellungen, denn wir nutzen alle unterschiedliche Apparate; angefangen vom Handy bis hin zur hochwertigen Spiegelreflexkamera. Was ich euch zeige, sind ein paar Tipps, die ihr ganz simpel und unkompliziert umsetzten könnt. Diese Reihe geht mit einem Gewinnspiel einher bei dem ihr entweder ein Foto-Shooting gewinnen könnt oder einen Foto-Workshop. Mehr Infos hierfür findet ihr am Ende Textes.

Warum schreibe ich über Licht und nicht über Fotos? Na weil Licht einfach das Allerwichtigste für den Fotografen ist. Das Licht ist eben für den Fotografen was die Farbe für den Künstler ist. Wer gute Fotos machen möchte, muss sich Licht zu Nutze machen können. Und je nachdem welchen Effekt man wünscht, muss man anderes Licht benutzen.

Zum Thema Licht könnte man ganze Bücher schreiben. Es macht einen Unterschied, ob man direktes oder indirektes Licht benutzt, wie man zur Lichtquelle steht. Kommt das Licht von oben, hinten, vorne oder von der Seite. Und natürlich ist es für den Fotografen wichtig zu entscheiden, wieviel Licht er verwendet. Und das entscheidet man dann mit Hilfe des Fotoapparates.

Mein Ziel dieser Blogserie ist es nicht Dir zu viele Details zu nennen (wir sind Mamas und haben entsprechend nur begrenzten Zeit für unsere Leidenschaften…), sondern möchte ich mich darauf konzentrieren Dir ein paar schnelle Tipps zu geben, die Dir helfen im Alltag eure Familienfotos ohne großen Aufwand zu verbessern.

 

Bilder im Freien

Also erstmal die schönsten Bilder entstehen einfach draußen. Warum? Weil ihr dort über viel mehr Licht verfügt als in den Innenräumen. Eure Bilder sind oftmals schärfer, weil eurer Kamera mehr Licht zur Verfügung steht.

Jetzt gibt es draußen, aber auch viele Momente an denen ihr viel zu viel Licht habt. Dann ist entweder das Bild überbelichtet, wenn die Sonne direkt auf euer Kind scheint oder unterbelichtet, wenn Du im Gegenlicht fotografiert. Wie und wo soll man also fotografieren, um ein gutes Maß an Licht zu bekommen?

Das vorhergehende Bild nenne ich immer das schöne-Augen-Foto, was in keiner Session fehlen darf. Ich nenne es so, weil einfach der Fokus auf den Augen liegt und diese stark hervorstechen. Dieses Foto mögen die meisten von uns, weil wir immer den Augenkontakt zu unseren Mitmenschen suchen. Das bleibt auch auf den Fotos nicht aus. Deswegen sind die Augen auf Portrait-Fotos ein sehr starkes Element. Um ein solches Fotos einzufangen, braucht ihr ideale Lichtbedingungen. Und ich verrate Dir jetzt mal, wie Du das anstellen kannst.

Wenn Du Deine Familie fotografierst, dann solltest Du Dein Kind am Besten im Schatten stehen. Das Problem bei Bilder draußen ist, dass es oft zu viel Licht gibt. Dabei ist es aber wichtig, dass das Gesicht Deines Kindes zur Lichtquelle gerichtet ist. Allerdings sollte das kein direktes Sonnenlicht sein, weil eure Kinder dann die Augen zukneifen werden. Du kannst aber das Sonnenlicht hinter den Bäumen oder das reflektierenden Licht von einer Hauswand nutzen. Dieses indirekte Licht ist schön gleichmäßig verteilt. Dabei sollte Dein kleiner Schatz noch ein bisschen in die Höhe schauen, damit noch mehr Licht in das Gesicht fällt und schon hast Du die optimalen Bedingungen für ein zeitloses, klassisches Portrait von Deinem Kind.

Was aber machen, wenn es bewölktes Wetter gibt? In diesem Fall solltest Du gar nicht im Schatten fotografieren, weil Du dann zu wenig Licht hättest. Die Wolkenschickt verteilt das Licht schön weich und gleichmäßig. Deswegen kannst Du problemlos ins Licht stellen. Aber Achtung: auch bei bewölktem Wetter gibt es eine Lichtquelle. Um zu wissen aus welcher Richtung die Sonne kommt – die man nicht erkennen kann-, schau einfach mal auf Deine Handfläche und drehe Dich um 360 Grad. Wenn Du so stehst, dass es keine Schatten in Deiner Handfläche gibt, hast Du die Lichtquelle identifiziert 😉 In diese Richtung sollte dann auch Dein Kind blicken.

Was aber machen, wenn Dein Kind auf dem Spielplatz ist und dieser nun mal steht, wo er eben steht? Oder wenn Dein Kind gerade an einem bestimmten lichtunvorteilhaften Ort spielt? Oftmals sind wir so in unserer Perspektive oder in unserem Standpunkt verharrt, dass ein einfacher Standpunkt-Wechsel viel herbeiwirken kann. Ich kann Dir wirklich ans Herz legen, gerade an Orten, die ihr oft besucht wie „euren“ Spielplatz etc. einfach mal aus verschiedenen Winkeln zu fotografieren und zu schauen, wo denn das Licht am besten ist. Da kann man sein Kind auch einfach mal anders herum als gewohnt in die Schaukel setzten und hat dann möglicherweise – je nach Ausrichtung, Tages- und Jahreszeit eben – gleich viel bessere Bilder.

 

Fotos zuhause bei Tageslicht

Zuhause hast Du ganz andere Probleme. Nämlich, dass Dir nicht genug Licht zur Verfügung steht. Wie kann man also das Beste aus Fotos in Innenräumen machen? Um es kurz zu machen: fotografiere einfach in der Nähe der Fenster und nutze so das Tageslicht. Das gilt allerdings nur für Fenster, bei denen es kein direktes Licht gibt, sonst hast Du dasselbe Problem wie bei Fotos im Freien; nämlich, dass Du über zu viel Licht verfügt. Falls Du Deinen Schatz mal bei etwas gezielt fotografieren möchtest, dann frag ihn doch mal in die Nähe des Fensters zu kommen. Du kannst dann einfach mit dem Rücken zur Außenwand in den Raum hinein fotografieren; ohne dabei das Fenster zu verdecken, denn dann würdet Du ja Licht nehmen und einen Schatten werfen.

Und wenn Dein Kind weiter vom Fenstern entfernt sitzt, dann versuche trotzdem vom Fenster aus zu fotografieren in Richtung Deines Wonnepropens. So hast Du allemal eine bessere Bildqualität as wenn Du vom Schatten heraus ins Gegenlicht hinein fotografiert.

 

Fotos zuhause bei künstlichem Licht

Das ist sicherlich der worst-case und die Realität für viele Stunden des Tages jetzt in den Wintermonaten, wenn es dann ab 16h30 kein Tageslicht mehr gibt. Ganz ehrlich, aus diesen Lichtbedinungen kann man einfach auch kein Wunder zaubern. Man ist ja physisch an Licht und die Kameraeigenschaften gebunden. Das schöne-Augen-Foto wird bei solchen Lichtbedingungen nicht möglich sein. Aber man muss ja auch nicht alle Fotos an einem Ort machen, sondern muss einfach immer das Beste aus den gegebenen Bedingungen herausholen. Wie kann man also möglichst schöne Bilder aus so einer Situation holen?

Wichtig ist in dieser Situation das wenige Licht unbedingt zu nutzen. Um nicht noch die Bildqualität durch Mangel an Licht zu verschlechtern, würde ich es vermeiden ins Gegenlicht zu fotografieren. So ein künstliches Licht gibt schon viel weniger Licht ab als Tageslicht. Wenn Dein Kind dann noch mit dem Rücken beispielsweise zur Deckenleuchte sitzt, dann wird es sehr schwer mit qualitativen Bildern. Gerade bei so wenig Licht ist es umso wichtiger, dass das Licht dahinfällt, wo ihr euren Fokus setzt.

Man kann aber auch schöne Effekte mit Bildern mit besonders wenig Licht erzielen. Gerade mit kleinen Lichtquellen aus den Ecken. Eine Gute-Nacht-Geschichte mit einer sehr kleinen Lichtquelle, die aber das Gesicht beleuchtet, kann man auf besonders stimmungsvolle Art festhalten.

Es ergeben sich immer spontane Momente bei denen man einfach losfotografiert und auch losfotografieren soll. Da spielt das Licht dann auch keine Rolle, weil die Emotion oder der Moment im Vordergrund stehen. Aber wenn man gerne eine Erinnerung an sein Kind während des Lego spielen oder Türmchen-Bauens hätte, dann kann man einfach beim nächsten Mal die Legokiste bei Tageslicht in Fensternähe schieben anstatt am späten Nachmittag / Abend mit künstlichem Licht zu fotografieren. Ich selbst fotografiere bei künstlichen Licht eigentlich nur, wenn der Moment ein ganz Besonderer ist. Wenn mein Sohn gerade einen selbstgestrickten Pulli von der Oma trägt, den ich abfotografieren möchte oder wenn ich gerne Erinnerungen von seinem Spiel hätte, dann warte ich lieber auf eine Tageslicht-Situation. Wir wissen ja selbst als Mamas und Papas, welche Situation sich bei unseren Kindern wiederholen werden und welche dann wirklich ganz einzigartig sind. Bei den wiederkehrenden Situationen kannst Du also einfach abwarten und sie an einem anderen Tag bei optimalen Lichtbedingungen fotografieren.

Bei uns Fotografen sehen die Bilder einfach auch gut aus, weil wir nie ständig und alles fotografieren. Wir entscheiden, was wir fotografieren und schließen auch aus. Die Familienerinnerungen gewinnen dann an allgemeiner Qualität, wenn man nicht zu viele Bilder hat und einfach nur die Besten aufbehält. Davon werde ich euch aber ein anderer Mal berichten.

 

GEWINNSPIEL

Für alle, die es noch nicht wissen: ich habe mit der lieben Judith von der Stadtmama und der Andrea von den Babymamas ein Gewinnspiel laufen. Zu gewinnen gibt es jeweils zwei Outdoor-Foto-Shootings inkl. 10 bearbeiteter Bilder in Wien und einen Foto-Workshop in Wien. Bei dem Workshop komme ich zu Dir nach Hause und zeige Dir, wie Du noch mehr aus euren Fotos herausholen kannst. Ich kann Dir dabei zeigen, wo die besten Spots bei euch zuhause sind, kann Dir auch helfen eure Kamera zu bedienen und euch in naher Umgebung von eurem zuhause zeigen, wo sich sehr unscheinbare Orte vor eurer Haustür finden, die sich aber super eignen für schöne Fotos. Bedingung ist natürlich, dass ihr in Wien oder naher Umgebung wohnt und dass Du bei allen vier Wochenaufgaben auf Instagram mitmachst. Wenn Du Dein Kind nicht ins Internet stellen möchtest, dann ist das kein Problem. Dann kannst Du Dich auf Detailaufnahmen beschränken oder ausschließlich Fotos zeigen, auf denen Dein Kind nicht zu erkennen ist.

Was musst Du machen, um zu gewinnen? Einfach drei Fotos pro Woche für die kommenden 4 Wochen einfangen und sie mit dem Hashtag #besserefamilienfotos auf Instagram veröffentlichen. Den Gewinner für das Fotoshooting wird die Judith auswählen und den Gewinner für den Foto-Workshop werde ich auswählen.

Bei der Andrea von den Babymamas (viele von euch bekommen ja den Babymamas Newsletter jeden Dienstag per Email. Wer den noch nicht bekommt, sollte sich schnell anmelden) könnt ihr ein Vorher-Nachher-Gewinnspiel machen. Ihr schickt im Laufe dieser Woche euer bestes, schönstes, herzerwärmendes Foto eurer Kinder oder eures Kindes und am Ende der vier Wochen Challenge schickt ihr eure bestes Fotos aus den vier Wochen. Andrea wird dann einen Gewinner auswählen, der ebenfalls ein Outdoor-Fotoshooting in Wien inkl. 10 bearbeiteter Fotos bei mir gewinnt

Für diese Woche sind die Wochenthemen einfach an die Themen meines Blogartikels gebunden. Alle Tipps kannst Du jederzeit im Artikel nachlesen. Wir freuen uns auf drei Fotos von Dir bis spätestens Montag 23h59 zu den folgenden Themen:

 

Bild 1: Draußen

Bild 2: Zuhause im Tageslicht

Bild 3: Zuhause bei künstlichem Licht

 

So jetzt ran an den Fotoapparat. Noch ein kleiner Tipp zum Schluss für diejenigen, die nicht mit dem Handy fotografieren. Lasst eure Fotoapparate in der Nähe und packt sie nicht immer gut verstaut weg. So greift ihr dann doch mal eher mal spontan zum Fotoapparat.

Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf eure Bilder. Ich selbst werde natürlich auch bei der Challenge mitmachen. Natürlich nicht zum Gewinnen 😉 Euch ganz viel Spaß beim Fotografieren!

Stephanie

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